Prävention einer Berufsunfähigkeit

Bei den Ursachen für Berufsunfähigkeit spielen Unfälle entgegen der landläufigen Meinung nur eine geringe Rolle, 90 % aller Fälle von Berufsunfähigkeit werden durch körperliche und psychische Leiden verursacht. Ganz vorn rangieren Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates, nahezu gleichauf liegen Depressionen und Burnout.

Gegen diese Ursachen von Berufsunfähigkeit hilft Prävention oder eine gezielte Rehabilitation, wenn die Krankheiten erst einmal aufgetreten sind. Krankenkassen bieten die entsprechenden Maßnahmen ambulant und stationär an.

Maßnahmen zur Prävention und Rehabilitation

Ältere Dame auf blauem Gymnasikball, dahinter Physiotherapeutin, die den Rücken dehnt.Schon um die Berufsunfähigkeit zu verhindern, bieten sich Maßnahmen wie Krankengymnastik und Kuren im Rahmen einer Rehabilitation an. Diese Maßnahmen stärken die Gesundheit langfristig und dienen daher auch als Prävention gegen eine drohende Berufsunfähigkeit. Bestehende Krankheiten heilen aus oder verschlimmern sich wenigstens nicht, die Prävention verhindert nicht nur die Berufsunfähigkeit, sondern auch noch schlimmere Folgen wie etwa eine Pflegebedürftigkeit.

Der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthält etliche Maßnahmen zur Prävention und Rehabilitation, auch die gesetzliche Rentenversicherung ebenso wie die gesetzliche Unfallversicherung kümmern sich um die Rehabilitation ihrer Versicherungsnehmer.

Die Prävention ist in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der gesetzlichen Kassen gerückt, da man der zunehmenden Gefahr von Berufsunfähigkeit entgegentreten will. Renten- und Unfallversicherung verfügen über einen klaren Maßnahmenkatalog für die Rehabilitation nach Unfällen und nach Invalidität infolge von Berufskrankheiten.

Aufbau der Maßnahmen und Prävention einer Berufsunfähigkeit

Kuren zählen zu den Klassikern, mit denen Dauerleiden vorgebeugt werden soll. Sie werden von den gesetzlichen und übrigens auch von privaten Krankenkassen bezahlt, wenn eine ärztliche Indikation vorliegt. Den Patienten ist zu empfehlen, für die Prävention alle vorhandenen Leistungsangebote am Kurort zu nutzen, wie etwa Heilquellen, Massagen und vielfältige medizinische Therapien. Auch die ambulante Vorsorge am Wohnort von Patienten ist in Deutschland gut ausgebaut, die GKV weist auf ihre Angebote hin – sie müssen nur genutzt werden.

Oberkörper und Kopf einer Frau, die massiert wird. Hände des Masseurs auf dem Rücken zu sehen.Diese Zusatzleistungen stellen ein großes, wenn auch manchmal ungenügend beachtetes Plus der GKV dar, es gehören dazu die Ernährungsberatung ebenso wie Gymnastik und andere Sportangebote, die langfristig die Gesundheit stärken und damit einer drohenden Berufsunfähigkeit entgegenwirken. Hinzu kommt die stationäre Vorsorge ebenso wie Reha-Möglichkeiten, für die spezielle Einrichtungen zur Verfügung stehen.

Eine Kur zur Prävention gegen Berufsunfähigkeit wird vom Arzt verordnet, der beispielsweise sich verschlimmernde Leiden feststellt und daraufhin für eine längerfristige, gezielte Erholung und Behandlung in einer Kureinrichtung sorgt. Selbst für pflegebedürftige Personen werden Reha-Maßnahmen in stationären Pflegeeinrichtungen angeboten.

Die stationären Reha- und Präventionsmaßnahmen sind regelmäßig auf die Dauer von drei Wochen angelegt, ambulante Vorsorge über einen Zeitraum von 20 Behandlungstagen, die sich auf eine etwas längere Zeitspanne verteilen können.

Informationen zur Vorsorge

Die gesetzlichen Krankenkassen informieren regelmäßig über Broschüren, Tages- und Wochenzeitungen und natürlich das Internet, welche Angebote zur Verfügung stehen. Auf Nachfrage werden individuelle Problemstellungen erläutert, beispielsweise eine Verlängerung von Reha-Maßnahmen.

Angesichts der drohenden Gefahren hinsichtlich einer Berufsunfähigkeit kann gesetzlich Versicherten nur geraten werden, alle kostenlosen Angebote so weit wie möglich wahrzunehmen, sich aber natürlich dennoch gegen Berufsunfähigkeit angemessen zu versichern – mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung.