Berufsunfähigkeitszusatzversicherung

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung gehört ganz ohne Zweifel zu den wichtigsten Versicherungen, die man überhaupt haben kann. Da die staatliche Berufsunfähigkeitsversicherung schon vor vielen Jahren abgeschafft wurde und die heutige gesetzliche Erwerbsminderungsrente in aller Regel für ein vernünftiges Auskommen nicht ausreichend ist, kann nur die private Berufsunfähigkeitsversicherung für ein adäquates Einkommen im Fall einer Berufsunfähigkeit sorgen.

Versicherungen - der rettende Anker in der Not: Berufsunfähigkeits-, Renten-, Hinterbliebenenversicherung.Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung sollte immer so berechnet werden, dass der Versicherte im Fall der Fälle genau sein Nettoeinkommen weiter bezieht – oder mindestens 70 % davon. Hierbei kann allerdings die staatliche Erwerbsminderungsrente durchaus Berücksichtigung finden. Nehmen wir an, jemand hat 1.800,- € Nettoeinkommen und würde etwa 600,- € vom Staat als volle Erwerbsminderungsrente (29 %) erhalten, müsste diese Person also ca. 1.200,- € über eine private Berufsunfähigkeitsversicherung auffangen.

Ob die private Berufsunfähigkeitsversicherung als alleiniger Vertrag abgeschlossen wird, oder ob es evtl. besser ist, den Versicherungsschutz einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung in eine Lebens- oder Rentenversicherung zu integrieren, sollte man stets von Fall zu Fall individuell entscheiden.

Ist eine private Berufsunfähigkeitszusatzversicherung sinnvoll?

Neben der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es aber noch weitere Versicherungen, die immens wichtig sind und die man auf jeden Fall ‚auf der Rechnung haben‘ sollte:

Eine dieser Versicherungen ist zum Beispiel eine private Zusatzversicherung für qualitative Zahn- und Kieferversorgung, oder auch eine private Zusatzversicherung für Brillen und andere Sehhilfen. In beiden Bereichen sind nämlich die Leistungen, die von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden, mehr als dürftig.

Eine ergänzende Zusatzversicherung kann da Abhilfe schaffen – und teuer ist solch eine private Zusatzversicherung in aller Regel auch nicht.

Hinterbliebenenschutz und Rürup-Rentenversicherung

Zu guter Letzt dürfen aber auch die Hinterbliebenenversicherung und die Rürup-Rente nicht unerwähnt bleiben.

Beide dieser Versicherungen – sowohl die Hinterbliebenenversicherung, als auch die Rürup-Rente – sind durchaus wichtig und in vielen Fällen sogar unentbehrlich.

Eine Hinterbliebenenversicherung ist immer dann notwendig, wenn der Tod des Versicherungsnehmers eine existenzbedrohende Lücke bei seinen Angehörigen hinterlassen würde. Die Hinterbliebenenversicherung sollte daher auch so konzipiert sein, dass die Höhe der Absicherung für die Familie in jedem Fall ausreichend ist. Dies ist besonders dann relevant, wenn der Versicherungsnehmer Hauptverdiener der Familie war.

Eine Hinterbliebenenversicherung wird in den meisten Fällen in Kombination mit einer Rürup-Rente abgeschlossen, die zudem noch mit der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung gekoppelt werden kann. Durch eine Rürup-Rente mit Einschluss der Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversicherung sind Sie im Schadensfall rundum versorgt und wissen Ihre Angehörigen in finanzieller Sicherheit!

Die Rürup-Rente – private Altersvorsorge in Kombination mit der privaten BU

Bei der Rürup-Rente handelt es sich um eine private Altersvorsorge, die sehr stark vom Staat per Steuer-Erleichterung bezuschusst wird. Besonders gut eignet sich die Rürup-Rente für Selbständige und Freiberufler, da sie sehr flexibel bespart werden kann.

Die Rürup-Rente als private Altersvorsorge kann perfekt mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung ergänzt werden.Nur die Rürup-Rente, das Pendant zur Riester-Rente für nicht sozialversicherungspflichtige Personen, bietet die Möglichkeit, bis zu 20.000,- € pro Jahr als Ledige oder bis zu 40.000,- € pro Jahr als Verheiratete steuerlich als zusätzliche Sonderausgaben geltend zu machen.

Die Steuervorteile dieser Rentenversicherung lassen sich zudem auf die private Berufsunfähigkeitsversicherung ausweiten: 2012 können aufgrund der Progression der Absetzbarkeit bereits 74 % der Rentenbeiträge steuerlich angesetzt werden. Diese 74 % weiten sich nun aber auch auf die private Berufsunfähigkeitsversicherung aus, weshalb auch hier dann die Beiträge steuerlich geltend gemacht werden können.

Dank der Rürup-Rente erschließt sich also auch bei der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung die Möglichkeit der Steueroptimierung!