Folgenschwere Krankheiten – Ausschluss, Risikozuschlag oder gar Ablehnung

Vor Vertragsabschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung verlangen viele Versicherungen eine Gesundheitsprüfung, durch die das Versicherungsrisiko geprüft werden soll.

Eine Hand (rechts) will Geld bezahlen, eine andere Hand (links) nimmt eine ablehnende Stellung ein. Ist die Wahrscheinlichkeit für einen (baldigen) Leistungsfall für die private Berufsunfähigkeitsversicherung zu hoch, erheben viele Anbieter sogenannte Risikozuschläge auf den Versicherungsbeitrag, schließen bestimmte, folgenschwere Krankheiten aus dem Versicherungsschutz aus oder lehnen den Antragssteller bei gravierenden Fällen gänzlich ab.

Die gesondert behandelten Krankheiten werden bei privaten Berufsunfähigkeitsversicherungen in einem Katalog gelistet. Die Mannheimer Versicherung beispielsweise führt hier 334 Erkrankungen auf, die eine Besonderheit der Antragsbearbeitung mit sich bringen.

Beispielhaft finden Sie hier die gängigsten Krankheiten, die bei vielen Anbietern privater Berufsunfähigkeitsversicherungen Leistungsausschlüsse, Risikozuschläge oder Ablehnungen nach sich ziehen:

Leistungsausschluss

  • Tinnitus
  • Hörsturz
  • Kurz-/Weitsichtigkeit mit einer Dioptrien-Zahl ab 8
  • Akne
  • Schuppenflechte
  • Neurodermitis
  • Chronische Dermatitis
  • Bluthochdruck
  • Heuschnupfen
  • Chronische Bronchitis
  • Bereits mehrmals aufgetretene Sehnenscheidenentzündungen
  • Hüft- und Kniegelenksarthrose
  • Bandscheibenvorfall
  • Degeneration der Wirbelsäule
  • BWS-, LWS-, HWS-Syndrom

Risikozuschlag von 30 % bis 100 %

  • Endometriose
  • Chronische Gastritis (Magenschleimhautentzündung)
  • Chronische Blasenentzündung
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Mittelgradige Krampfadern
  • Myome
  • Hämorrhoiden

Ablehnung

  • Depressive Erkrankungen
  • Angststörungen
  • Phobische Störungen
  • Bulimie
  • Epilepsie
  • Angina Pectoris
  • Rheumatische Arthritis
  • Diabetes Mellitus
  • Schilddrüsenüberfunktion