Arbeitsunfähigkeitsversicherung

Die Unterschiede zwischen

Arbeitsunfähigkeitsversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung

sind schnell erklärt: Es gibt keine Unterschiede.

Die Arbeitsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeit ist sozusagen Amtssprache und ist aber dasselbe wie die Arbeitsunfähigkeitsversicherung. Der Otto Normalverbraucher hat sich aber an den Ausdruck Arbeitsunfähigkeit gewöhnt, da dieser eher das aussagt, was man ist, nämlich (physisch/psychisch) unfähig einer Arbeit nachzugehen und nicht (physisch/psychisch) unfähig einem Beruf nachzugehen. Denn man will ja arbeiten oder würde gerne arbeiten.


Arbeitsunfähigkeitsversicherung Vergleich der Testsieger

Bei der Arbeitsunfähigkeitsversicherung unbedingt auch das Kleingedruckte lesen

Interessant wird diese Unterscheidung, wenn man weiß, dass bei einigen Arbeitsunfähigkeitsversicherungen ebenso die „Abstrakte Verweisung“ zu finden ist. Eine der Klauseln, die man unbedingt aus dem Vertrag gestrichen werden muss. Sie gibt nämlich an, dass man den Beruf wechseln muss, wenn man eben nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann. Der Schreiner wird zum Bürokaufmann, der Dachdecker zum Buchhalter und so weiter. Das bedeutet auch, dass man eben kein Geld von der Arbeitsunfähigkeitsversicherung erhält, da man eben nicht arbeitsunfähig ist, sondern berufsunfähig – also wird einfach der Beruf gewechselt. Es sind nur zwei Wörter, aber es steht dabei viel Geld auf dem Spiel.

Karenzzeit auch bei Arbeitsunfähigkeitsversicherung bedenken

Auch wenn beide Wörter so schön unterschieden werden können, und als Erklärung wunderbar herhalten, ist in der Praxis aber keinerlei Unterschied zwischen einer Arbeitsunfähigkeitsversicherung und der Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden. Wichtige Punkte, die bei der Arbeitsunfähigkeitsversicherung beachtet werden müssen, sind dementsprechend identisch mit denen der Berufsunfähigkeitsversicherung. Hierzu zählt auch die Karenzzeit, welche die Zeitspanne angibt, die zwischen der Arbeitsunfähigkeit und der ersten Rente liegt. Je länger die Karenzzeit ist, desto mehr kann man auch einsparen.

Aber Vorsicht: Man muss diese Monate (3, 6, 12 Monate) auch ohne die Rente überbrücken können und finanziell abgesichert sein. Es muss also gut überlegt werden, ob man eine Karenzzeit vereinbart und wie lange diese gilt.

Wichtig bei der Arbeitsunfähigkeitsversicherung ist auch, ob Beiträge weitergezahlt werden müssen, wenn der Rentenanspruch nicht sofort anerkannt wird. Natürlich geht man immer davon aus, dass eine Versicherung zahlt, aber dennoch kann dies Wochen oder sogar Monate dauern. Damit man aber einen Schritt weiter ist, in puncto Sicherheit bei der Rentenzahlung, muss man beim Antrag der Arbeitsunfähigkeitsversicherung ehrliche Antworten geben. Gerade bei Gesundheitsfragen kann man schnell Aussagen tätigen, die einem dann später die Rente kosten können – und dies, obwohl jahrelang Geld in die Arbeitsunfähigkeitsversicherung gesteckt hat.

Wichtiges Jahr 2016 bei Arbeitsunfähigkeitsversicherungen
Bei der Arbeitsunfähigkeitsversicherung 2016 ist aber ebenso wichtig, die Unisex-Tarife im Auge zu behalten. Stichtag ist der 21.12.2016 und bis zu diesem Datum können Männer beim Abschluss einer Arbeitsunfähigkeitsversicherung noch eine Menge Geld sparen. Danach werden die Tarife angeglichen – Frauen, die vorher mehr zahlen mussten, zahlen nun weniger, bei den Männern steigt der Tarif wohl um 14 %. Genaue Angaben können erst gemacht werden, wenn die Versicherungen ihre Tarife angepasst haben. Unisex bedeutet nur, dass es einen Tarif für beide Geschlechter gibt. Deswegen muss aber immer noch die Arbeitsunfähigkeitsversicherung bei verschiedenen Institutionen verglichen werden, denn die Tarife der jeweiligen Arbeitsunfähigkeitsversicherungen sind immer noch verschieden. Das bezieht sich auf das Geld – also den Beitrag, den man zahlen muss, ebenso wie auf die im Vertrag vereinbarten Punkte.